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Grundsteinlegung für Erweiterung der Zentralen Patientenaufnahme (ZPA) mit Aufnahme-/Infektionsstation und der Intermediate Care (IMC)-Station

Klinikum Leer investiert aus eigenen Mitteln 5,7 Millionen Euro in den Ausbau der Notfall- und Erstversorgung

Dr. Kathrin Eckert-Schurmann, Leiterin der Zentralen Notaufnahme, und Architekt Thomas Rettig legten unter den Augen des Aufsichtsrats den Grundstein für den Neubau.

So wird die neue ZPA und IMC aussehen.

Leer, 30. November 2018. Dort, wo sich noch vor einigen Monaten die Liegendeinfahrt für die Rettungsdienste befand, sind inzwischen schon erste Anzeichen eines neuen Gebäudes zu erkennen. Im Mai diesen Jahres hatten die Bauarbeiten für die Erweiterung der Zentralen Patientenaufnahme (ZPA) mit Aufnahme-/Infektionsstation und Intermediate Care (IMC)-Station am Klinikum Leer begonnen. Zusätzlich wurde eine neue Rettungswagenvorfahrt an der Arend-Smid-Straße errichtet. Dr. Kathrin Eckert-Schurmann, Leiterin der Zentralen Notaufnahme, und Architekt Thomas Rettig legten nun mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates den Grundstein für den Neubau.

Die jetzige Zentrale Patientenaufnahme (ZPA) befindet sich im Erdgeschoss unmittelbar hinter der Eingangshalle mit dem Empfang. Sie wurde im Jahr 2003/4 auf einer Fläche von rund 750qm eingerichtet. Hier sind u.a. fünf Behandlungsräume zzgl. Gips- und Schockraum, ein zentraler Wartebereich sowie ein Überwachungsbereich für bis zu acht Betten und das entsprechende Nebenraumprogramm installiert.

Seit der Inbetriebnahme gibt es um 50 Prozent gestiegene Patientenzahlen im ambulanten und stationären Bereich. Um dieser Tatsache gerecht zu werden und um die Abläufe zu optimieren, ist geplant, der ZPA eine Aufnahmestation mit 15 Betten in Einzelzimmern anzugliedern, die auch gleichzeitig die Möglichkeit der Isolation von Patienten bietet. Zudem sollen die Behandlungskapazitäten um vier Funktionsräume und einen Raum zur Patientenbeobachtung erweitert werden sowie die Wartezonen nach Dringlichkeit der Behandlung (Triage-System) differenziert werden. Die Fertigstellung des Neubaus wird Ende nächsten Jahres erwartet, danach kann die jetzige Fläche der ZPA umgebaut und renoviert werden.

Die neue Aufnahme- und Isolierstation, die unsere ZPA ergänzen wird, erhält ein 1. Obergeschoss mit gut 650 qm. Hier wird eine sog. „Intermediate-Care-Station“ (IMC) mit 12 Betten und eine Verbindung zur jetzigen Intensivstation, die auch 12 Betten hat, entstehen. Eine interne Anbindung an die bestehende Intensivstation ermöglicht eine optimierte ärztliche und pflegerische Versorgung und sorgt für die Möglichkeit der unmittelbaren internen Verlegung von der Intensivstation auf die „Intermediate-Care-Station“, die z.B. wichtig und sinnvoll ist, um die jetzige (high-care) Intensivstation im Wesentlichen für Beatmungspatienten und intensiv schwerstbehandlungsbedürftige Patienten nutzen zu können. Die IMC-Station wird also für die weiterführende Überwachung von Intensivpatienten, aber auch für die bessere Versorgung und Überwachung von Patienten nach einer Operation, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall (sog. „stroke-unit“) genutzt werden. Zusammen werden damit aus eigenen Finanzmitteln des Klinikum Leer auf einer Neu- und Umbaufläche von insgesamt ca. 2.000 qm Bruttogeschossfläche 5,7 Mio. € investiert.