Menü

Neues vom Bildungsinstitut Gesundheit am Klinikum Leer

Neue Schulleitung, neues Logo, Neustrukturierung der Ausbildung im Pflegeberuf ab 2020

Die neue Schulleitung des BildungsInstitut Gesundheit.

Das neue Logo des BildungsInstitut Gesundheit.

Leer/Ostfriesland, 06. September 2019. Das Bildungsinstitut Gesundheit (BIG) am Klinikum Leer ist mit der neuen Schulleiterin, Frau Eva-Maria Hoffnung, sowie mit dem stellvertretenden Schulleiter Guido Brüggen für die Zukunft und den kommenden Herausforderungen bestens aufgestellt.
Frau Hoffnung, die zum 1. September ihren Dienst im BIG antritt, ist examinierte Krankenschwester, Diplom-Pädagogin und hat zudem den Masterabschluss „Management von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen“. Zuvor leitete sie sieben Jahre lang den Fachbereich Gesundheit bei der VHS in Aurich und das Institut zur Weiterbildung von Pflegefachkräften (IWP) des Landkreises Aurich. Als stellvertretende Schulleitung konnte das Klinikum bereits zum 1. Mai Herrn Guido Brüggen gewinnen, der ebenfalls gelernter Krankenpfleger ist, zudem Diplom-Pflegepädagoge und auch langjährige Schulleitungserfahrung vorweisen kann. Zuvor war er Schulleiter einer Berufsfachschule Altenpflege und Leiter des Fachbereichs Pflege der Ludwig Fresenius Schule in Leer.

Auch optisch wird die Veränderung im BIG sichtbar, denn ab sofort hat die Pflegefachschule ein neues Logo. Neben der personellen und visuellen Veränderung werden aufgrund einer Reform des Pflegeberufegesetzes zum 01. Januar 2020 die Ausbildungen der Gesundheits- und Kranken-, Gesundheits- und Kinderkranken- sowie der Altenpflege zu einer generalistischen Ausbildung zusammengelegt. Somit wird der neue Beruf „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ geschaffen.

Die Lebenserwartung der Menschen steigt - und damit auch die Zahl derer, die betreut und medizinisch versorgt werden müssen. Gleichzeitig herrscht schon jetzt ein großer Mangel an Fachkräften in der Pflege. Die neue Reform des Pflegeberufegesetzes soll dem entgegenwirken und den Einstieg in den Pflegeberuf attraktiver machen. Pflegefachkräfte der Zukunft müssen in Zeiten des demografischen Wandels flexibel und schnell reagieren können. Es ist wichtig, dass sie schon in ihrer Ausbildung lernen, in allen pflegerelevanten Handlungsfeldern tätig zu werden und übergreifende Pflegekonzepte professionell umzusetzen.

Wie ist die neue Ausbildung also aufgebaut?

Die reguläre Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann wird drei Jahre dauern. Die Ausbildung gliedert sich in einen schulischen und einen praktischen Teil. Auf die theoretische Ausbildung entfallen ca. 2.300 Stunden, auf den praktischen Teil, der in verschiedenen Einrichtungen durchgeführt wird, ca. 2.500 Stunden. Für die Planung der praktischen Einsätze ist der Träger der praktischen Ausbildung verantwortlich, dieser kann jedoch die Planung und Organisation an die Pflegeschule delegieren. Somit haben die Krankenhäuser, die stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen und Pflegeschulendie Aufgabe, die Einsätze in den unterschiedlichen Stationen und sonstigen Bereichen der Ausbildung zu organisieren. Zunächst starten alle Auszubildenden gemeinsam in die ersten zwei Ausbildungsjahre. Vor Ablauf des zweiten Lehrjahres kann der/die Auszubildende je nach Ausbildungsvertrag sich entscheiden, ob er/sie die generalistische Ausbildung im dritten Jahr mit dem Ziel des Abschlusses zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau fortsetzen oder in einen der beiden Spezialisierungspfade wechseln möchte und somit die Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in bzw. als Altenpfleger/in abschließt.

Die neue generalistische Ausbildung führt inhaltlich im Wesentlichen das bisherige pflegerische Berufsbild fort, jedoch werden die Elemente der Langzeitpflege, der ambulanten Pflege und der Krankenhauspflege enger verzahnt. Für die gesamte Pflegelandschaft hat dies eine Umstrukturierung in der Ausbildung zur Folge. Die Ausbildungsträger müssen Kooperationen mit allen beteiligten Lernorten, also den Einrichtungen und Pflegeschulen, schließen und sich deutlich stärker vernetzen. Das Klinikum Leer ist mit seinem Bildungsinstitut Gesundheit gut darauf vorbereitet. Wir werden für die praktische Ausbildung unsere langjährige Erfahrung in der pflegerischen Ausbildung nutzen und die Zahl der Gesamt-Ausbildungsplätze von derzeit 150 auf 225 erhöhen. Bisher ist das Borromäus-Hospital und das Krankenhaus Rheiderland im Rahmen der Ausbildungen zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in Bestandteil des Ausbildungsverbundes. Künftig nutzen wir diese zusätzlichen Ausbildungskapazitäten auch, um Trägern von stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Landkreis Leer eine Kooperation mit dem Bildungsinstitut am Klinikum Leer zu ermöglichen. Der BBS I und der Ludwig Fresenius Schule in Leer, die bisher ausschließlich in der Altenpflege ausbilden, wird ermöglicht, ihre Schülerinnen und Schüler im Rahmen der neuen Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau im Klinikum Leer, im Borromäus-Hospital und im Krankenhaus Rheiderland einzusetzen. Durch die Umstrukturierung werden 10% mehr Ausbildungsplätze im Landkreis Leer geschaffen.